Prüfverfahren
Vier Schichten zwischen Kurve und Urteil
Das Verfahren ist unser gemeinsamer Faden für jede Modellprüfung — von der ersten Unterlagenliste bis zum Komitee-tauglichen Bericht.
1. Informationshorizont
Wir fragen für jedes Feature und jedes Label: Welche Quelle war an welchem Handelstag öffentlich oder intern verfügbar? Wo Features aus Revisionsständen gebaut wurden, die erst Wochen später erschienen, markieren wir Look-ahead.
2. Split-Disziplin
Trainings-, Validierungs- und Testfenster müssen zeitlich und thematisch trennbar sein. Wiederholte Optimierung auf demselben Out-of-Sample-Stück gilt bei uns als verdeckte Überanpassung.
3. Stresspunkte
Wir setzen Regimewechsel, Kosten- und Liquiditätsschocks sowie Feature-Ausfälle gegen die glatte Erzählung. Ziel ist nicht die schlechteste Kennzahl, sondern die ehrliche Bandbreite.
4. Berichtssprache
Befunde werden in Sätzen formuliert, die ein Investmentkomitee ohne Glossar versteht — inkl. offener Restunsicherheiten.
Häufige Fragen zum Verfahren
Müssen wir Quellcode herausgeben?
Nicht zwingend. Viele Prüfungen arbeiten mit Feature-Definitionen, Datenverträgen und reproduzierbaren Kennzahlen. Wenn Code vorliegt, verkürzt das oft die Rekonstruktion.
Wie lange dauert eine typische Modellprüfung?
Zwischen drei und sechs Wochen nach vollständigem Eingang der Unterlagen, abhängig von Komplexität und Rückfragezeiten.
Prüfen Sie auch klassische Regelstrategien?
Ja, sofern historische Tests und datengetriebene Parameterwahl im Spiel sind. Der Schwerpunkt bleibt jedoch bei KI-gestützten Anlagemodellen.